Marrakesch wie 1001 Nacht
Wer meint, Marrokko sei gerade „im Kommen“, entlarvt sich durch kurzsichtige Oberflächlichkeit. Die Stadt Marrakesch etwa besitzt schon seit der Zeit der grossen Karawanen eine grosse, geheimnisvolle Anziehungskraft für Ferienreisende, Geschäftsleute und auch für die elegante und künstlerische Welt.

Der Ruf des Muezzin vom Minarett herab scheint überlaut in den engen Gassen rund um den Place Djemma el Fna, dem quirligen, turbulenten und mit tausend Gerüchen durchzogenen Kulminationspunkt der maurischen Stadt. Schlangenbeschwörer, Märchenerzähler und Koranvorleser, umzingelt von andächtig lauschenden Marokkanern, Berbern, Fellachen, Saharouis und massenweise internationaler Touristen, ziehen Einheimische und Fremde in Ihren Bann.

Die Souks befinden sich auf Plätzen, in Gässchen oder in der Medina. Hier fertigen Handwerker Kessel, Kerzenständer, Laternen, Tabletts, Teekannen, Vasen an... Die Bazare sind von oben bis unten voll unterschiedlichster bunter Waren...

Dort türmen sich appetitliches Brandteiggebäck, gefüllte Hörnchen, Datteltörtchen...
Die faszinierende Metropole der kulturellen und menschlichen Sinnesfreuden mochte lediglich beim Bau von Golfplätzen einen zusätzlichen Glanzpunkt setzen.

In den Mauern der Medina trifft man neuerdings kleine Golfergruppen, Freundeskreise von acht, zehn oder zwölf Enthusiasten des kleinen weissen Balles. Weib- und weinselige Mannschaften mit dem Clubcaptain, rüstige Seniorenteams oder golfende Bridge-und Klatschtanten.